Der schwere Rauch seiner kohlschwarzen Pfeife kratzte sich bissig in den dämmernden Himmel. Sein Bewusstsein wirkte hinfortgetragen.
“Wo gehst Du hin?”, fragte ich, seinem Rauch in die Ferne nachsinnend.
“Überall und nirgendwohin”, flüsterte er und atmete eine große Wolke übers Firmament. Schüchtern und vorsichtig hüllten die Wolken sich in pastellene Farbtöne. Farben wie verschwommene Früchte. Sein Schaukelstuhl knarzte leise über die taufeuchten Grashalme.
“Überall und nirgendwohin”, wiederholte ich und betrachtete seine aschgrauen Augen.
“Ich kann gehen wohin ich will”, sagte er, “Ohne diesen Stuhl zu verlassen. Ich kann hineintauchen wohin mir beliebt…”
Ich nickte stumm.
“…denn unzählige Welten drehen sich immerwährend in meinem Inneren. Ich brauche nur die Augen schließen.”
Er verdunkelte seine Ascheaugen. Alles, was in sie hineindrang, verbrannte in ihnen. Alles was er mit diesen trüben Tellern sah, verbrannte zu grauem Staub, der in sein Innerstes hineinwehte. Und die Wiesen und Wälder in seinem Geiste nährte und gedeihen ließ.Ich hörte Kraniche schreien. Ein metallenes Schreien und Schnattern, fast, als wären es die schweren Eisentore in seinem Kopf, die ich hörte, wie sie sich sanft öffneten und schlossen.
Irgendwann würde auch ich den Schlüssel finden.
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