Menschwerdung

Jeder Mensch ein Universum mit Welten, Sonnen, schwarzen Löchern und 1000 funkelnden Sternen am Ende des Nichts, das er so oft durchwandert.

Ein Traum von völliger Schwärze

Träume sind ein bisschen wie Magie, die aus unserem innersten hinaufsteigt. Etwas endlos wunderbares, das uns allen so alltäglich geworden ist, dass wir ihm nur noch selten Bedeutung beimessen.

Für gewöhnlich erzähle ich meine Träume nicht, sie sind etwas sehr persönliches. Sie passen auch nicht so ganz in das, wofür mein Blog eigentlich gedacht ist, nämlich von mir selbst geschriebenes Zeugs das auch einigermaßen kreativ sein soll. Aber es darf ruhig auch Ausnahmen geben, oder?

Ich gehe los zur Arbeit. Es ist Winter, es ist früh, und noch sehr dunkel. Und plötzlich ist alles endgültig schwarz. Kein bisschen Licht war übrig. Ich sah absolut nichts mehr. Ich kramte mein Mobiltelefon heraus um auf den Boden zu leuchten, doch das fahle Licht besserte absolut nichts. Eigentlich wusste ich, wo ich war, bzw. wo ich gerade hätte sein sollen, ich hatte es in Erinnerung, doch ich sah den Weg und die Häuser nicht. Alles schwarz. Ich hockte mich zitternd auf den Boden und hatte fürchterliche Angst. Angst davor, zur spät zu kommen. Angst vor der Dunkelheit, Angst davor, dass die Welt um mich herum nie mehr auftauchen würde. Angst vor diesem unrealen Gefühl, das ich in meinen Träumen oft spüre.

Ich habe noch nie so bewusst von Dunkelheit geträumt. Träume, das ist doch immer irgendwie etwas, was man sieht, hört, erlebt. Doch in diesem Traum war nichts. Nur Angst. Angst davor, nicht mehr zu sehen, wohin ich gehen muss. Angst davor, im Dunkeln vorwärts zu gehen und eventuell die nächste Treppe hinunterzustürzen oder über etwas zu stolpern oder mir anderweitig wehzutun.  Es war nur Dunkelheit. Nichts zu sehen. Die meiste Zeit bestand der Traum nur aus der Kälte der Umgebung, meinen Gedanken und Gefühlen. Ironischerweise macht das Nichtvorhandensein von etwas Essenziellem das übrige Gebilde intensiver.

Welch schöne Metaphern Träume doch manchmal für das wahre Leben da draußen sind. Das macht sie so mächtig und wichtig.

2 Antworten auf Ein Traum von völliger Schwärze

  1. Carsten 14. Oktober 2011 um 20:14

    Ich finde schon, dass der Beitrag hier hinpasst.
    Warum nicht über seine Träume schreiben.
    Und ja, “Träume sind ein bisschen wie Magie, die aus unserem innersten hinaufsteigt” kann ich nur bestätigen.

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